Schlagzeilen

Am Samstag, 14.12.2019 gebe ich den nächsten SKN Giftschlangen

Es hat noch 3 Plätz frei

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Infos findet Ihr hier

Wechselbilder

  • Naja kaouthia
  • nz05 deinagkistrodon acutus2
  • 090101232

  • h atra 20110729 007
  • Agkistrodon contortrix
  • Agkistrodon pictigaster
  • ahaetulla prasina13
  • Aspidelaps lubricus
  • Atheris squamigera
  • Atheris squamigera1
  • Atheris squamigera2
  • Atheris squamigera3
  • atheris squamigera10
  • Bitis arietans
  • Bitis nasicornis
  • Bitis nasicornis1
  • Bitis rhinoceros
  • Bitis rhinoceros1
  • bitis rhinoceros3
  • Bitis rhinoceros4
  • bitis rhinoceros24
  • bogertophis subocularis12
  • Boiga blandingii
  • Boiga blandingii1
  • Boiga dendrophila
  • boiga dendrophila dendrophila11
  • Bothriechis schlegelii
  • bothriechis schlegelii79
  • Bothriechis schlegelii 20121705 067
  • Bothrops alternatus
  • bothrops asper cr11
  • bothrops asper eq12
  • Bothrops venezuelensis
  • broghammerus timorensis5
  • calloselasma rhodostoma33
  • Cerastes cerastes
  • Cerastes cerastes1
  • Crotalus adamanteus
  • Crotalus adamanteus1
  • Crotalus basiliscus
  • crotalus basiliscus13
  • Crotalus enyo
  • Crotalus enyo w 20110614 002
  • crotalus lepidus klauberi4
  • Crotalus m nigricence
  • crotalus polystictus4
  • Crotalus simus
  • deinagkistrodon acutus32
  • deinagkistrodon acutus83
  • Dendroaspis angusticeps
  • dendroaspis jamesoni kaimosaeH
  • dendroaspis jamesoni kaimosaeP
  • Dendroaspis viridis
  • dendroaspis viridis9
  • Drymobius margaritiferus
  • drymobius margaritiferus17
  • hemachatus haemachatus5
  • h 1 atheris squamigera m 20122908 026
  • h ahaetulla prasina igp2509
  • h atheris squamigera igp2501
  • h atheris squamigera nz10 igp2506
  • h bitis nasicorni 20110612 007
  • h crotalus unicolor 201011127 116
  • h heloderma suspectum 20130405 016
  • h leiopython hoserae nz2010 20101003 005
  • h molossus patagonia arizona 20110721 010
  • h python regius
  • h samarensis 20121402 177
  • h toxycodryas baby 20111211 036
  • Leiopython hoserae
  • naja annulifera31
  • Naja annulifera bild 09 adult
  • naja atra formosa12
  • Naja haje legionis
  • Naja haje legionis1
  • naja haje legionis11
  • naja kaouthia28
  • naja kaouthia32
  • Naja kaouthia bild 01 albino
  • naja mossambica3
  • Naja naja
  • Naja naja1
  • naja naja7
  • Naja nigricincta juvenil weib1
  • Naja nivea
  • naja nubiae29
  • naja n nigricollis8
  • Naja pallida
  • Naja philippinensis
  • naja siamensis14
  • naja siamensis26
  • naja sputatrix4
  • Naja sumatrana
  • nivea gelege 20110620 006
  • oxyuranus s scutellatus32
  • oxyuranus s scutellatus40
  • pituophis guttatus20
  • Rhynchophis boulengeri
  • sanzinia madagascariensis16
  • sanzinia madagascariensis21
  • Thelotornis capensis
  • trimeresurus trigonocephalus1
  • trimeresurus trigonocephalus5
  • Zhaoermia mangshanensis

Bitis nasicornis

Bitis nasicornis

Nashornviper  (Shaw, 1792)

 

Der zugespitzte flache Kopf besitzt 2 bis 3 Paar lange Nasalhörner vorne auf der Schnauze.

Sie besitzt 15 bis 19 Oberlippenschilde, die von Auge durch 4 bis 5 Schuppenreihen getrennt sind. Von den 19 bis 20 Unterlippenschilde stehen die ersten 4 bis 6 mit dem vorderen Kinnschild in Kontakt.

Die stark gekielten Schuppen umgeben die Körpermitte in 35 bis 41 Reihen. Die Anzahl der Bauchschilde beträgt 117 bis 137, die der Schwanzschilde 16 bis 32. Das Afterschild ist ungeteilt.

Länge: 90 bis 140 cm


Lebensraum

Die Nashornviper ist weit verbreitet, jedoch führt sie ein sehr verstecktes Leben. Sie kommt im südlichen Sudan, Kenia, Uganda, Ruanda, Kongo und tropischem Westafrika vor. Unsere Tiere sind Nachzuchten aus dem Zoo in Kenia. Die vorwiegend nachtaktive Nashornviper bevorzugt die feuchtwarmen Tropenwälder.

Anscheinend soll sie meist auf feuchtem Untergrund leben, was ich jedoch nicht so recht Glauben kann. Tatsache ist, dass die Jungtiere sicher feuchtere Orte bevorzugen und auch brauchen, als die Adulten Tiere. Wenn möglich sollten sie auch nicht zu heiss bekommen, besonders bei feuchter Haltung. Im tropischen Dschungel ist die Temperatur recht konstant. Sie Klettern gerne und sind auch sehr gute Schwimmer. Unsere Tiere liegen meist an ein und der selben Stelle auf dem Boden oder in der Höhe auf einem Tablar.

Bei der Ernährung sind sie nicht gerade Wählerisch. Mäuse, Ratten, Hasen, Frösche, Kröten und sogar Fische fressen sie.


Haltung und Zucht

Bitis nasicornis braucht ein mittelgrosses Terrarium wenn möglich mit einer Klettermöglichkeit. Ein grösseres Terrarium ist immer von Vorteil um mit der Temperatur spielen zu können. Der Bodengrund besteht aus Torfersatz, verziert mit einer Laubschicht. Korkrinden, Klettermöglichkeiten auf ein Tablar mit Spotbeleuchtung, eine Wurzel oder ein paar Steine und natürlich ein grösseres, jedoch nicht tiefes Wasserbecken dürfen nicht fehlen. Wir halten einen Teil des Terrariums etwas feuchter und der andere Teil sehr trocken. Auch bei dieser Art habe ich noch nie ein Tier baden gesehen.

Wer Züchten möchte hat einen Vorteil, wenn die Tiere einzeln gehalten werden und nur zum Paaren im Frühling zusammen lässt.

Die Beleuchtung sollte nicht zu hell sein, da die nasicornis sich lieber in dunkleren Lebensräumen aufhalten.
Tagestemperaturen Tag und Nacht zwischen 23 und 26° C sind Ideal für das Wohlbefinden. Doch es kann in der Nacht auch ohne Probleme regelmässig auf 20° fallen. Im Sommer haben sie Tagsüber auch mal 28° oder sogar mehr, ohne Probleme überlebt. Doch Wichtig ist einfach bei etwas höheren Temperaturen, wie sie in einem heissen Sommer einfach nicht zu ändern sind, dass man die Tiere trocken hält. Wer bei Gabunviper oder Nashornviper bei Temperaturen von ca. 30° C noch Wasser spritzt, darf sich nicht Wundern, wenn die Tiere ein paar Tage später Tod im Terrarium liegen. Wie bei der Gabunviper haben wir auch bei der Nashornviper über ein drittel des Terrariumbodens eine milde Bodenheizung, die im Winter über die Nacht angeht um eine zu grosse Nachtabsenkung zu vermeiden. Auch hier gilt es zu versuchen, in der nacht nicht gross unter 18°C zu gehen.

Die Jungtiere sollte man einzeln aufziehen, da sie sicher heikler sind. Die Temperaturen sollten nicht über 26° C sein und die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig. Auch der Boden darf zur hälfte etwas feuchter sein. Gute Versteckmöglichkeiten sollten nicht fehlen. Alle 7 bis 10 Tage sollte man die Babys bis zu einem Alter von 2 Jahren in knapp handwarmem Wasser Baden, damit sie trinken. Babys gehen nicht aus einem wasserbecken trinken sondern nur wenn man sie Badet oder wenn man Sprüht. Doch um den Durst nur mit Sprühen zu stillen bekommt man jedesmal einen Sumpf was auf dauer bestimmt nicht gut kommt.  

Nach der Paarung im Frühling dauert es bis zu einem Jahr, bis die lebenden Jungtiere zur Welt kommen. Die erste Häutung findet unmittelbar statt. Bitis nasicornis kann über 40 Junge gebären.

Im Gegensatz zu vielen anderen Meinungen finden wir nicht, dass Bitis gabonica oder Bitis nasicornis zu den heiklen oder nervösen Schlangen zählen. Wenn sie mal ein wenig lauter Schnaufen so sagen sie nur: hey, komm mir nicht zu Nahe, ich bin hier. Es sind typische Lauerjäger die tagelang an einem Ort liegen, sich auf ihre Tarnung verlassen und auf Futter warten, welches irgendwann vor ihrer Schnauze vorbei läuft. Einmal in der Reichweite gibt es kein Entrinnen mehr. Sie stossen Blitzschnell und mit grosser Wucht zu. Das Opfer wird richtig festgehalten.

Das Hantieren mit Nashornvipern erfolgt am besten mit 2 Haken. Adulte Tiere kann man auch vorne mit einem Haken führen und hinten mit der Hand halten (Taillen). Doch sicher ist das die gefährlichere Variante. Man muss beachten dass der Kopf immer weiter unten ist als der Körper.

 

Giftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:

Leider habe ich nichts gefunden, ausser folgendes:

Das Gift soll kardiotoxisch sein. Rhytmusstörungen + neg. inotrop), thrombozytenaggregationshemmend, koagulierend.

Ich denke, dass man das Gift sicher mit dem Gift von Bitis gabonica vergleichen kann oder sollte, um auf alles vorbereitet zu sein. Deshalb liste ich das hier nochmals auf.
 

Autopharmakologische Gifteffekte

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Lungen- Hirnödem
  • angioneurotisches Ödem
  • arterielle Hypotension
  • Tachykardie
  • Hypovolämie
  • Schock durch grosse Flüssigkeitsverluste ins Gewebe
  • erhöhte Kapillarpermeabilität

 

Lokale Gifteffekte

  • Lokaler Schmerz und Schwellung, die sich schnell ausbreitet und auf den Stamm übergreifen kann.
  • Blasenbildung im Bissbereich.
  • Ausgedehnte Ekchymosen im Bereich der Schwellung und lokale Gewebsnekrosen.

 

Hämostatische Gifteffekte

Systemische Blutungen (Hämatemesis, Hämaturie). Intrakranielle Blutung, fokale neurologische Ausfallserscheinungen, Koma, Meningismus.

 

Neurologische Gifteffekte

  • Akkommodationsstörung
  • Taubheit

 

Kardiale Gifteffekte

  • Tachyarrhythmie, EKG: Vorhoftachyarrhythmie, verlängerte QT- Zeit, Herzrhythmusstörungen

 

Morbidität

Lokale Gewebsnekrosen kommen vor und können so gravierend sein, dass es zu Substanzdefekten kommt oder eine Amputation erforderlich wird.

 

Therapie

  • Intravenöse Flüssigkeitssubstitution
  • Behandlung eines hypovolämischen Schocks.

 

Antivenin

  • SAIMR Polyvalent Antivenom Zentral- und Südafrika

 

Wirksamkeit des Antivenins

Bezüglich des Hämostasedefekts:

  • Klinisch: Sistieren der Blutungen (Hämaturie, gastrointestinal) innerhalb kurzer Zeit.

Koagulationsdefekt (Labor):

  • Wiederherstellung der Hämostase (Anstieg des Fibrinogens, Abfall der D-Dimere) im zeitlichen Zusammenhang mit der Antiveningabe.

Thrombopenie:

Normalisierung innerhalb von Stunden nach Antiveningabe.

 

Erste Hilfe

  • Notarzt- Krankenwagen anrufen und Ruhe bewahren.
  • Eventuell mit Saugglocke Gift versuchen abzusaugen.
  • Stabile Seitenlage oder Schocklagerung machen.
  • So wenig wie möglich sich bewegen.
  • Keine Kompressionsbinde anlegen.

Ich vertrete die Meinung, dass das Schneiden Sache des Arztes ist und bin deshalb auch gegen das Auf- oder Anschneiden der Bissstelle und Entlastungsschnitte.