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Toxycodryas (Boiga) blandingii PDF Drucken E-Mail

Blandings Nachtbaumnatter  (Hallowell, 1844)


Boiga blandingii wurde 2006 von Trape und Mané zu Toxycodryas blandingii umbenannt.

Boiga blandingii besitzt ein bis zwei Praecularia, zwei bis drei Postocularia, ein Loreale, 8 bis 9 Supralabialia, von denen das 4., 5. oder sechste an den unteren Augenrand grenzen. Sie besitzt weiter 13 bis 14 Infralabialia. 21 bis 25 glatte Dorsalschuppen umgeben die Körpermitte. Die Anzahl der ventralschilde ist zwischen 240 und 289, die der Subkaudalschilde, die übrigens zweireihig sind, beträgt zwischen 121 bis 147.  ( Ludwig Trutnau, 2002 )

Bei Boiga blandingii gibt es einen Geschlechtsdimorphismus, jedoch erst bei älteren Tieren, so ab einem bis zwei Jahren. Die Grundfärbung bei den Jungtieren ist hellbraun bis rostrot mit dunkleren, in rot- bis brauntönen, grossen ovalen Flecken. Bei den Weibchen wechselt die Färbung ins hellgrau-braun mit dunkleren braunen Sattelflecken, damit sie im Geäst gut getarnt sind. Die Männchen werden schwarz. Es ist wie ein Seidenglanzschwarz, einfach Wunderschön. Typisch für Boigas ist der grosse ovale Kopf mit den grossen Augen. Wie alle Trugnattern besitzt sie gefurchte Zähne, die im hinteren Bereich des Maules anzutreffen sind. Man nennt das auch eine opisthoglyphe Bezahnung. Die ansonsten sehr schlanke Trugnatter erreicht eine Länge bis 250 cm.

Lebensraum

Diese Trugnatter bewohnt vorwiegend tropisch feuchte Wälder in West- und Zentralafrika. Ihre Verbreitung reicht vom südlichen Senegal über das westliche Kenia, Uganda, südliche Sudan, Angola, Guinea bis Sambia. Angeblich soll sie bis in Höhen von 2400 Meter über Meer anzutreffen sein.
Diese Nachtaktive Baumschlange bevorzugt die Nähe von Gewässer aller Arten. Unsere Tiere sind nur sehr selten auf dem Boden anzutreffen. Als Nahrung dient eigentlich alles was sie bewältigen kann. Vögel, Echsen, Kleinsäuger, Frösche und Fledermäuse.

Haltung und Zucht

Die Boiga blandingii ist eine sehr aktive Schlange und geniesst es, wenn sie ein wenig Klettern kann. Von Vorteil ist ein geräumiges Terrarium mit vielen Kletterästen und Pflanzen als Sichtschutz, die durchaus aus Kunststoff sein können. Bei zu trockener Haltung bekommt sie Mühe mit der Häutung, deshalb sollte ein grösseres Wasserbecken welches für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen sollte, nicht fehlen. Auch das Besprühen mit Handwarmem Wasser haben sie gerne. Bei einer Einzelhaltung kann man durchaus lebende Mäuse ins Terrarium geben, welche bei Hunger schon sehr bald aus der Höhe geholt werden. Man kann sie auch mit frisch toten Mäusen mittels einer langen Pinzette Füttern. Doch dabei ist äusserste Vorsicht geboten, denn die Trugnattern treffen nicht immer das Futter und können auch mal an der Maus vorbeischiessen, weiter bis zur Hand. Das Füttern mit der Pinzette sollten nur erfahrene und geübte Halter anwenden.

Die Tagestemperaturen können zwischen 24 und 28° C sein, die in der Nacht bis auf 20° C fallen dürfen. Eine Winterruhe entfällt. Wenn es im Winter mal etwas kühler wird, geht das schon. Doch es sollte nicht unter 18° C fallen.

Boiga blandingii kann sich das ganze Jahr durch Fortpflanzen. Die Jungen Schlüpfen nach ca. 80 Tagen, bei einer Bruttemperatur von durchschnittlich 28° C und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, bis zu 100%.

Wegen der Gefahr von Beissereien bevorzuge ich die Aufzucht der Jungen einzeln in Behälter. Nach der ersten Häutung wird meist Problemlos leicht beharrte Mäuse, die man lebend ins Becken gibt, in der Nacht genommen.

Während der Häutungsphase fressen sie jedoch nicht. In den ersten Monaten kann man Futter geben so viel wie es geht. Sie werden einfach nicht dicker. Nur die Länge verändert sich enorm. Ich habe schon den einen oder anderen Fragen gehört ob es normal sei dass sie so dünn sind. Ja, es ist Normal. Erst mit den Jahren kommt auch etwas Masse dazu.

Giftwirkung und Symptome

Über das Gift ist wenig bekannt. Hauptsächlich besteht es aus Neurotoxischem Gift, das jedoch örtlich eine leichte Schwellung verursacht. Wenn man die Schlange nicht noch lange nach dem Biss kauen lässt und man keine allergischen Reaktionen zeigt, dann muss es schon wirklich sehr blöd laufen, damit man ernsthafte Probleme bekommt.

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