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Das Handling mit Giftschlangen,

Die falsche Handhabung von Giftschlangen kann verheerende Folgen für sich und andere Menschen haben. Kein Meister ist vom Himmel gefallen. Wieso die gleichen Fehler machen, die andere zuvor schon machten? Es gibt viele Wege, die an ein Ziel führen. Doch wie beurteile ich welche Wege auch sicher sind? Kenne ich überhaupt andere Wege?

Aus diesem Grund habe ich im Jahr 2001 den Giftschlangenkurs als erster in der Schweiz ins Leben gerufen damit Menschen, die niemanden in dieser Szene kennen bei denen sie mal über die Schulter schauen können, eine Möglichkeit haben den richtigen Umgang zu erlernen.  Seit dem Jahr 2006 habe ich auch meine Frau Claudia eingespannt, die mittlerweilen den Zoo-Tierpfleger erfolgreich absolviert hat. Das mein Programm, Vorwort und der Bericht über Anfänger-Giftschlangen schon Kopiert wurden zeig mir nur dass ich auf dem richtigen Weg bin.  Trotzdem oder genau wegen dem darf ich ruhig behaupten dass sich sicher niemand so viele Gedanken über diesen Kurs gemacht hat wie ich selber. Neben meinem Wissen und Erfahrungen ist sicher auch die grosse Anzahl von den verschiedensten Schlangen in unserer Haltung ein Pluspunkt. Wo hat man schon die Gelegenheit mit so vielen Arten zu Hantieren.

Wer bei uns einen Kurs im Umgang mit Giftschlangen (Sachkundenachweis) absolvieren möchte, muss jedoch folgende Voraussetzung mitbringen:

Mindestens drei Jahre Haltungserfahrung mit verschiedenen Arten wie Boas, Pythons und Nattern. Junge und Adulte, kleine und grosse Tiere. Guter Umgang mit dem Haken. Starke Nerven und einen guten Charakter sind weitere Vorteile. Personen, bei denen wir ein schlechtes Gefühl haben oder die unsere Vorgaben nicht erfüllen, lehnen wir ab. Personen die einfach nur mal den Kurs machen möchten ohne sich in Zukunft auch Giftschlangen zuzulegen, lehnen wir ab, da es wenig Sinn macht und man das erlernte schnell auch wieder verlernt.

Das Hauptthema unseres Kurses ist der Umgang mit den Tieren. Herausnehmen aus einem Terrarium, hinein in eine Futterboxe, das richtige Verpacken und auspacken und das Halten und Fixieren einer Giftschlange. Dazu kommen der Notfallplan und erste Hilfe bei einem Unfall.

Der Kurs ist in drei Abschnitte (an verschiedenen Tage)  unterteilt, damit man das gelernte bis zum nächsten Teil üben kann. Deshalb sollte man auch diverse ungiftige Schlangen besitzen. Vor allem beim Handling und Fixieren ist die Übung zu Hause sehr wichtig. Das Risiko darf man nie unterschätzen. Ein falscher oder zögerlicher Griff reicht unter umständen schon für einen Bissunfall.

Jeder Teil geht ca. vier Stunden. Wenn jemand mehr Zeit braucht ist das kein Problem. Das wichtigste für mich ist, dass jede/r Teilnehmer/in das gelernte auch so gut wie möglich beherrscht, zufrieden ist und ich Sie/Ihn mit gutem Gewissen an Giftschlangen lassen kann. 

Die eine oder andere Übung wird zuerst mit ungiftigen Schlangen absolviert. Einerseits um das Risiko zu verkleinern, andererseits um mir, durch meine Beobachtungen, ein Bild zu machen, damit ich jemanden einschätzen kann was ich dieser Person zumuten kann.

Den Sachkundenachweis für Giftschlangen können bei uns nur Einzelpersonen absolvieren. Um ein Unfallrisiko zu minimieren ist es Notwendig, nur immer eine Person zuzulassen. Neben der benötigten Konzentration ist das Risiko von einer Ablenkung oder dem anderen etwas beweisen zu wollen, viel zu gross und unnötig. Auch ist es für uns viel einfacher sich nur auf eine Person konzentrieren zu müssen. Bis heute sind alle Kursteilnehmer/innen an ihre Grenzen gestossen, was wir als sehr Wichtig empfinden. Nur wer seine Grenzen kennen lernt, kann sich richtig einschätzen und Risiken minimieren.

Es ist ein hartes Stück arbeit. Es wird mancher Schweisstropfen vergeudet und es werden viele Nerven blank gelegt:-)

Im letzten Teil gibt es noch eine schriftliche und praktische Prüfung. Es werden nur Themen behandelt, die man im Kurs besprochen und geübt hat.

Bei bestandene Prüfung erhält man als Erinnerung ein Diplom.

Die Kurskosten betragen Fr. 550.00 inklusive Versicherung, Diplom und Sachkundenachweis. Sie sind spätestens am zweiten Kurstag zu bezahlen.

 

Schlagzeilen

Am 28.01.2012 sind die ersten Nachzuchten auf die Welt gekommen, resp. wurden im Terrarium gefunden, wobei die Suche noch nicht angeschlossen ist.
Es hat 5 Lebende und 2 Tote Atheris squamigera gegeben. Es ist der erste Wurf vom grünblauen Weibchen was mich sehr gefreut hat.

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