| Naja nivea |
|
|
|
Kapkobra (Linnaeus, 1758)
Dorsale 19-21, Ventrale 195-227, subcaudalia 50-68, 7 Supralabialia (Oberlippenschilde), wobei das 3 und 4 das Auge berühren, 9- manchmal auch 8 oder 10 Infralabialia (Unterlippenschilde), 1 preocular (Voraugenschild) 3 manchmal 4 postocularia (Hinteraugenschilde). (Johan Marais, A Complete Guide to the Snakes of southern Africa, 2004) Die Kapkobra kann von einfarbig gelbbraun, hell- bis zu dunkelbraun und Schwarz sein. Länge: 120 bis 140cm, selten bis 160 cm LebensraumDie Verbreitung der Kapkobra beschränkt sich auf die Südafrikanische Union, auf Südwestafrika und das Kalahari-Gebiet. (L. Trutnau) Namibia, Cap Provinz, Botswana nach Johan Marais und C/S Namibia, SW Botswana, W Republic of South Africa, Lesotho nach Reptile Database.org Sie lebt in trockenem und steinigem, sandigem Gelände bis auf 2700 m Höhe. Sie zieht sich tagsüber in Erdbauten zurück. Da sie jedoch auch gerne klettert, sind Vögel und deren Eier vor ihr nicht sicher. Bei der Nahrung ist sie nicht wählerisch. Sie frisst Ratten, Mäusen, Vögel, Eidechsen, Kröten und Frösche. Auch Schlangen der eigenen wie auch anderen Arten verschmäht sie nicht. Naja nivea gehört zu den giftigsten Kobra. Ihr Gift übertrifft sogar das der grünen Mamba, wird immer wieder in Büchern Zitiert. Ob das Stimmt oder nicht ist eigentlich auch egal, unterschätzen darf man es bestimmt nicht. Das überaus starke Nervengift lässt nicht viel Spielraum zum Spekulieren. Oberstes Gebot ist so schnell wie möglich in ein Spital gebracht zu werden. Sie ist in Gefangenschaft jedoch meist ein sehr scheues, manchmal auch neugieriges und ruhiges Tier, das immer versucht zu fliehen, wenn es die Möglichkeit hat. Seit ich eine Zuchtgruppe zu Hause habe wo mehr läuft als im Hobbyraum, haben sie ihre scheue mit der Zeit verloren. Mittlerweilen liegen sie sogar zuvorderst an der Scheibe und lassen sich nicht mehr beeindrucken. Haltung und ZuchtDie Kapkobra benötigt ein mittelgrosses Steppenterrarium. In der Schweiz bestimmt die Grösse eines Terrarium die Verordnung des Tierschutzgesetzes. Naja nivea ist eher eine aktive Kobra die schon auch gerne ein Terrarium ausnutzt. Als Bodengrund verwenden wir ein Gemisch aus Sand und Torfersatz. Als Wasserbecken reicht eine grössere Tonschale. Bis heute konnte ich noch nie eine nivea beim Baden beobachten. Unsere Tiere sonnen sich auch sehr gerne in der Höhe, weshalb wir ihnen auch einige Klettermöglichkeiten und aus grösseren Korkstücken Liegeplätze geben. Eine Schlupfbox als Versteck, die immer etwas feuchter gehalten wird, wird sehr gerne benutzt. Vor allem vor den Häutungen und zur Eiablage sind solche Schlupfboxen aus Kunststoff einmalig. Aber auch im Terrarium haben wir begonnen, Moosstücke zu legen, die einmal die Woche mit handwarmem Wasser richtig nass gemacht werden. Die Kabkobras sind normalerweise nicht so empfindlich und Häuten sich meist auch gut, wenn es sehr trocken ist. Doch man merkt es den Tieren an dass sie sich wohler fühlen wenn man mindestens vor der Häutung zwischendurch mal das Terrarium mit Wasser abspritzt. Ein paar Pflanzen im Terrarium geben den Tieren zusätzlich Versteckmöglichkeiten und verschönern erst noch den Lebensraum für die Tiere. Naja nivea wühlt auch gerne mal zwischendurch. Also nicht erschrecken wenn mal plötzlich das Wasserbecken schräg steht oder anderstwo ein kleiner Hügel entsteht. Die Tagestemperatur im Sommer sollten zwischen 25 und 32° C, und in der Nacht zwischen 20 und 24° C sein. Im Herbst werden die Tagesstunden von 12 langsam auf 8 reduziert, die dann am Frühling ebenfalls langsam auch wieder auf 12 Stunden ansteigen sollten. Vor der Winterruhe frühzeitig mit dem Füttern aufhören, damit der Darm auch wirklich leer ist. Auch die Temperaturen werden so angeglichen. Dadurch das die Beleuchtungsdauer abnimmt kann es automatisch auch länger abkühlen. Temperaturen in der Nacht im Herbst und Frühling können ohne Probleme bis auf 16°C fallen, wenn sie Tagsüber auch wieder auf mindestens 26°C steigen. Obwohl es in Südafrika von Juli bis August Winter ist, geben wir unseren Tieren eine Winterruhe von Dezember bis Januar bei 15 bis 18° C. Dafür werden sie, nachdem das Klima ein wenig angepasst wurde und sie auch wirklich den Darm entleert haben, einzeln in Boxen getan. Die Boxen werden ausgeschmückt mit Zeitung und Hobelspäne, eine Korkrinde und eine stabile Wasserschale. Natürlich dürfen die Luftlöcher nicht vergessen werden. Die Temperaturen der Überwinterung bleiben Tag und Nacht. Im Frühling werden die Boxen dann zuerst im Wohnzimmer für eine Woche anklimatisiert, bevor die Tiere wieder ins Terrarium kommen. Meist füttere ich sie kurz vor dem Umsetzten noch. Kurz nach dem Zusammenführen der Zuchtgruppe paaren sich die Tiere. Die Eier wurden bei uns immer in die dafür vorhandene Schlupfbox gelegt, welche etwas feuchteren Torfersatz als Bodengrund haben. Dank dem Mikroklima in der Box, welches Ideal für die Eier ist, können sie auch ohne Probleme bis 2 Wochen darin bleiben und nehmen keinen Schaden. Wenn die Zeit für die Eiablage gekommen ist kontrollieren wir die Boxen mindestens einmal die Woche, manchmal auch häufiger. Oft sind die Eier leicht eingegraben, manchmal einfach auf die Erde gelegt. Zur Inkubation werden die Eier ebenfalls in Torfersatz eingebetet und zwischen 28 und 30° ca. 60 Tagen Ausgebrütet. Dazu weitere daten weiter unten. Die Jungschlangen nehmen schnell nach der ersten Häutung nackte Mäuse an. Bis jetzt mussten wir noch nie ein Baby stopfen. Alle Jungtiere werden mindestens zwei bis drei Jahre einzeln in Boxen aufgezogen bis man sie zu einer neuen Zuchtgruppe zusammen bringt. Beissereien und Kannibalismus können bei jungtieren auftretten und sollten nicht unterschätzt werden. Auch bei trockener Haltung Häuten sie sich in der Regel an einem Stück. Trotzdem sprühen wir zwischendurch mal mit handwarmem Wasser die Terrarien ab. Sie sind sehr flink, schnell und bleiben nicht lange und gerne auf dem Haken. Jungtiere versuchen auch eher mal zu Beissen, wenn man ihnen zu nahe kommt. Meist Drohen sie an Ort, aufgerichtet und Standfest. Adulte niveas sind meist sehr Ruhig und Neugierig. Sie lassen sich in der Regel sehr gut händeln mit einem Haken vorne und der Hand hinten, die auf der Höhe der Kloake die Schlange hält. NachzuchtenNachzuchten 16.08.03 2008: Wir haben von beiden Weibchen je 15 Eier bekommen. Um den Markt jedoch nicht zu überlasten haben wir die Eier nicht Ausgebrütet. 2009: Am 19.06.2009 wurden die ersten 6 Eier Gelegt, plus 3 Wachseier. Am 01.07.2009 hatten wir vom zweiten Weibchen nochmals 6 Eier plus 3 Wachseier. Ich glaube die sprechen sich ab. Zur Zeit schlummern alle Eier im Inkubator. Giftwirkung und SymptomeGiftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können: Lokale Gifteffekte
|