| Naja mossambica |
|
|
|
Mozambique- Speikobra (Peters, 1854)
Vorkommen: Nordosten Südafrika, nordosten Botswana, Swaziland, Mozambique, Zimbabwe, südosten Zambia, nordost Namibia, Natal, Malawi, südosten Tansania. (nach W. Wüster) Naja mossambica; Schuppenzahlen und Vorkommen nach Johan Marais, A Complete Guide to the Snakes of Southern Africa, 2004 Vorkommen nach Reptile Database: Länge: 120 bis 140 cm, selten länger. LebensraumNaja mossambica lebt vorwiegend unter 1000 Meter ü. M. in den verschiedensten Vegetationen. Ich habe jedoch Wildfänge bekommen, wo es leider nicht mehr sicher ist, woher sie kommen. Sie lebt an der Grenze der Kalahari- Wüste über Savannen und Buschland bis zu mit Flussbeten durchzogene Landstriche und Wälder. Selbst in Städten fühlt sie sich wohl, auch dank dem dort reichlich vorhandenem Futter. Sie ist eine vorzügliche Schwimmerin und auch oft in der Nähe von Wasser an zu treffen. Die Behausungen bestehen aus Termitenhügel, Felsspalten, Nagerbauten und holen Bäumen. Die Jagt nach Beutetiere beginnt meist in der Dämmerung oder in der Nacht. Die Ernährung besteht aus Kröten, Eidechsen, Schlangen und Nagetieren wie Mäusen und Ratten. Auch Vögel und deren Eier werden gerne verspeist. Laut Literatur verhält sich die Naja mossambica schon bei der kleinsten Störung recht aggressiv und speit bei gespreizter Haube und Drohhaltung ohne zu zögern und sofort ihr Gift entgegen. Meine Tiere sind zum Teil das pure Gegenteil. Ausser dass sie immer Hunger haben, sind sie sehr neugierig und überhaupt nicht angriffslustig. Ein Tier spukt zwischendurch bei Störungen, die anderen nie. Vielleicht wissen sie ja auch einfach, dass ich so ein lieber Kerl bin. Nein, ich denke dass vor allem Jungtiere mehr Spuken als Adulte Tiere. Unser Adultes Weibchen hat mich noch nie Angespukt, obwohl es ein Wildfang ist. In ihrer Heimat legt sie zwischen Dezember und Januar bis zu 20 Eier ab. Ich hoffe doch, dass ich schon bald darüber aus eigener Erfahrung berichten kann. Haltung und ZuchtNaja mossambica braucht ein geräumiges Terrarium, da sie gerne herumkriechen. Als Bodengrund verwende ich ein Sand- Torfersatz- Gemisch, das ich relativ trocken halte. Dafür bekommen sie ein grösseres Wasserbecken. Korkrinden, Steine und auch Klettermöglichkeiten sollten nicht fehlen und vor allem gut befestigt sein. Die Temperaturen sind am Tage zwischen 26 und 30° C, die in der Nacht bis auf 22° fallen dürfen. Ich mache zusätzlich noch eine örtliche Wärmequelle, wo es bis 35° C wird. Zwischendurch, vor allem jedoch vor der Häutung sollte man das Terrarium mit Handwarmem Wasser abspritzen. Sie Häuten sich sonst nicht so gut. Die Fütterung erfolgt einzeln, in Boxen. Da sie recht gierige Fresser sind ist es nicht ratsam, dass Futter wie Mäuse und Ratten mit einer Pinzette hin zu halten. Sie sind so gierig, dass sie leicht vorbei schiessen können und in alles Beissen, was in ihrer Reichweite ist. Also, lieber Deckel auf, Maus aus sicherer Distanz hereinwerfen und Deckel zu. Jungtiere sollte man immer einzeln aufziehen da es auch zu Kanibalismus kommen kann. NachzuchtenAm 20.07.2008 wurden von unserem Weibchen 8 Eier gelegt die wir in Torfersatz Inkubiert haben. Die Inkubationstemperaturen waren zwischen 27,5 und 29,5°C. Nach 51 Tage, am 09.09.2008 sind alle 8 Babys geschlüpft. Sie waren zwischen 8,5 und 11,2 Gramm schwer und zwischen 27 und 32cm lang. Nach der ersten Häutung nach ca. 10 Tagen haben alle anstandslos nackte Mäuse gefressen. Auch Naja mossambica haben wir über den Winter 2010/2011 getrennt, weil wir 2 Jahre keine Nachzuchten mehr hatten. Auch hier hatten wir damit wieder Erfolg. Im März 2011 wurde das Männchen wieder zum Weibchen ins Terrarium gesetzt. Am 12.06.2011 haben wir ein schönes Gelege in der Schlupfbox gefunden. Leider sind mir beim Inkubieren die untersten Eier verschimmelt da sie vermutlich zu feucht hatten. Schlussentlich sind 2.1 am 10. und 11.08.2011 geschlüpft. Alle 3 haben nach der ersten Häutung gleich selbständig gefressen. Giftwirkung und SymptomeGiftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:
|