| Naja kaouthia |
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Monokelkobra (Lesson, 1831)
LebensraumNaja kaouthia kommt in der Umgebung von Kalkutta, im östlichen Himalaya (Nordostindien, Nepal, Bhutan), in Bangladesh, Burma und Süd-China vor. In Teilen Nordindiens lebt sie mit der Brillenkobra und mit den mittelasiatischen Kobras im gleichen Habitat. Die Monokelkobra ist eine euryöke Art und in nahezu jedem Biotop anzutreffen. Sie bevorzugt jedoch Lebensräume in Wassernähe. Man trifft sie auf kultiviertem Gelände, in Reisfeldern, an Dämmen, verwilderten Gärten, Bananen - und Gummiplantagen an, wo sie unter Laub- und Reisighaufen, unter Steinen, unter Baumstämmen und in Termitenhügeln einen ständigen Unterschlupf hat. Neben Fröschen und Kröten stellt sie auch Echsen, Vögel, Kleinsäuger wie Mäusen und Ratten sowie anderen Schlangen nach. Haltung und ZuchtDa die Monokelkobra sehr stattlich werden kann, sollte man Ihr ein grösseres Terrarium zur Verfügung stellen. Sie gehört in ihrem Wesen zu den ungestümeren und wilderen Arten. Sie sind leicht erregbar und greifen schnell an. Deshalb sollte man ihr auch genügend Versteckmöglichkeiten anbieten, damit sie sich zurück ziehen kann. Als Bodengrund verwende ich Torfersatz. Ein grösseres Wasserbecken wird gerne benutzt. Meine Tiere klettern auch gerne und geniessen die Wärme auf einem Absatz. Die Tagestemperaturen sollten zwischen 27 und 32°C, und in der Nacht 20 bis 25° C sein. Unsere Tiere bekommen zwischen Oktober und November eine Winterruhe bei ca. 18° C. Die Winterruhe erfolgt einzeln in grösseren Boxen. Die Paarung beginnt schon bald, nachdem sie wieder zusammen sind. Für die Eiablage lege ich ihr eine Plastikbox gefüllt mit leicht feuchter Erde ins Terrarium, die auch gerne benutzt wird. Die Eier werden zwischen 28 und 29° C , in einem leicht feuchten Substrat ausgebrühtet. Nach einer Entwicklungsdauer von 50 bis 60 Tagen schlüpfen die 25 bis 30 cm langen Jungen. Da Kobras auch Schlangenfresser sind, sollte man die Jungtiere immer separat halten und aufziehen. Nach der ersten Häutung fressen sie meist selbständig nackte Mäuse. Vor der Häutung sollte man sie immer etwas feuchter Halten, damit sie an einem Stück Häuten können. Obwohl die kaouthia eine weit verbreitete Kobra in der Terrarienhaltung ist, bin ich der Meinung, dass sie nur von Erfahrenen Giftschlangenhalter gepflegt werden sollte. Wenn ein Bissunfall mit einer Kobra passiert, ist es meistens mit einer Monokelkobra. Sie ist ungestüm und greift sehr schnell an. Das Verhalten ist nicht zu vergleichen mit zum Beispiel einer Naja naja oder legionis, die selten bis nie Angreifen. Das grösste Problem ist sicher das herausnehmen aus einem Terrarium. Meine 6 Adulten kaouthias sind draussen schon recht Ruhig geworden. Äussersre Vorsicht ist auch beim Füttern geboten. Ich setzte alle Tiere einzeln in Boxen. Das Futter haben sie sowiso schon lange mit der Nase wahrgenommen. Dann bereite ich die Ratten vor, für jede eine. Steht man jetzt beim öffnen der Box nicht dahinter so kann man damit rechnen dass man eine kaouthia schon am Hosenbein hat. Blitzschnell schiessen sie aus der Box und ergreifen die Ratte oder schiessen daneben. Es gibt wohl nicht viel gefährlicheres als hungrige Naja kaouthias. In ihrer Fressgier beissen sie wild umher bis sie etwas im Maul haben. Leider sind Kobras im allgemeinen nicht sehr zielsicher und schiessen auch mal am Futtertier vorbei was zu äusserst gefährlichen Situationen führen kann. NachzuchtNachzuchten 2008 Unsere ersten Nachzuchten von Naja kaouthia sind auf der Welt. Am 29.03.2008 hat unser schwarzes Weibchen die Eier gelegt und zwischen dem 19.- und 21.05.08 sind die jungen geschlüpft. Das Gewicht ist zwischen 5 und 7gramm und die Länge zwischen 24 und 26cm. Die Aufzucht bereitet eigentlich keine Probleme. Kaouthias fressen normalerweise gleich von Beginn weg gierig. Die Luftfeuchtigkeit sollte etwas erhöt sein damit die ersten Häutungen gut kommen. Ansonsten Einzelhaltung, sehr Wichtig. Giftwirkung und SymptomeGiftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können: Lokale Gifteffekte
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