| Naja haje legionis |
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Uräusschlange / Marokkanische Kobra (Valverde, 1989)Naja haje legionis gibt es nicht mehr. Es handelt sich bei dieser Variante aus Marokko nur noch um eine Farbvariation der Naja haje. Im Rext belassen wir jedoch noch legionis, da diese Art nur in Marokko vorkommt. Der Kopf setzt sich kaum vom Hals ab. Sie besitzt sieben, selten acht Oberlippenschilde. Das grösste Oberlippenschild berührt den unteren Postocularschild. Die Körpermitte umgeben 19 bis 21 Reihen ungekielter Schuppen. Die Bauchschilde variieren zwischen 175 und 226, die Schwanzschilde zwischen 51 und 65. Das Afterschild ist ungeteilt. Länge: bis 240 cm. LebensraumNaja haje legionis kommt praktisch von Osten bis Westen im gesamten südlichen Teil von Marokko vor. Sie bevorzugen trockene Landschaften, die von niedrigem Gestrüpp durchsetzt sind, so dass Versteckplätze in Hülle und Fülle vorhanden sind. Fe3lsige Landschaften wie auch ausgetrocknete Flussbete werden gerne benützt. Es sind sehr scheue Tiere, die sich bei der geringsten Störung sofort aufstellen und den Schild spreizen. Sie sind sehr Ortstreu. Oft lebt sie jahrelang im gleichen Erdloch. Sie sind sehr flink und schnell. Meine Tiere liegen aber auch gerne auf einer Plattform in der Höhe und schlafen oder tanken Wärme. Ihr Gift ist ein äusserst starkes Nervengift. Die Giftzähnen sind bis 10 mm lang. Haltung und ZuchtSie brauchen ein grosses Trockenterrarium. Als Bodengrund verwende ich Torfersatz. Auch ein Gemisch aus Torfersatz und Sand eignet sich gut. Eine Höhle oder eine Schlupfbox sollte unbedingt vorhanden sein. Ich stelle meinen Tieren immer ein grosses Wasserbecken zur Verfügung, dass sie auch gelegentlich benutzen. Obwohl sie in der Natur selten die Gelegenheit zum Baden haben liegen sie vor allem vor der Häutung gerne mal im Wasserbecken. Sie klettern sehr gerne und liegen stundenlang auf einer Anhöhe. Die Temperaturen sollten am Tage zwischen 25 und 32° C, und in der Nacht zwischen 20 und 23° C sein. Naja haje legionis ist als Adult sehr Umgänglich. Sie gehört zu den Kobras die nur flüchten wollen und höchstens mit geschlossenem Maul zustossen. Bei meinen Tieren habe ich noch nie Erlebt, dass mich eine Beissen wollte. Ca. 60 Tage nach der Paarung werden zwischen 8 und 20 Eier abgelegt, deren Entwicklungsdauer 8 bis 9 Wochen beträgt. Die Eier brütet man in einem Inkubator bei Tagestemperaturen zwischen 28 und 31° C und Nachttemperaturen zwischen 24 und 25° C aus. Auch Naja haje legionis baut eine Art Nest für die Eier. Sie legt die Eier in der Mitte der Schlupfbox, welche mit feuchter Erde gefüllt ist, und schaufelt mit dem Kopf die Erde rundherum von den Seitenwänden in die Mitte und baut so ein grosser Hügel. Ich hatte schon ein Gelege welches verschiedene Lagen hatte. Da wurden ein paar Eier gelegt und dann Erde draufgeschaufelt. Wieder ein paar Eier und Erde drauf. Dann noch eine dritte Lage mit Eiern und das ganze zugeschaufelt bis man nichts mehr sah. Bei den Jungschlangen ist die Einzelhaltung empfehlenswert, grössere Tiere kann man in 2er oder 4er Gruppen zusammen halten. Bei der Aufzucht der Jungschlangen dauert es immer eine Zeit, bis sie selbständig die nackten Mäuse nehmen. Vor der Häutung sollte man bei Jungtieren regelmässig das Becken mit Wasser bespritzen. Ansonsten kann es sein, dass sie schlecht Häuten. Neue Zuchtgruppen stelle ich erst zusammen, wenn die Tiere mindestens zwei Jahre alt sind. Interessant ist auch die Färbung der Jungtiere. Sie besitzen nämlich nur einen schwarzen Kopf und Hals. Der Rest des Körpers ist hellbraun bis zum Teil rosa mit kleinen schwarzen Punkten oder feinen schwarzen Linien. Die Umfärbung erfolgt innerhalb der ersten ein bis zwei Jahren. Der Umgang mit Jungtieren ist in der Regel einfach. Da sie sich bei jeder Störung aufstellen, kann man sie sehr gut mit einem Haken nehmen, auf dem sie auch bleiben. Trotzdem können sie sehr flink und schnell sein. Die Adulten Tiere versuchen eigentlich immer zu flüchten, wenn man sie aus dem Terrarium nehmen will. Sind sie jedoch hinter geschlossener Scheibe und werden gereizt, dann wird sofort der Schild aufgestellt und gespreitzt. NachzuchtNachzuchten- Beispiele Am 05.06.2005 hat das Weibchen A 13 Eier gelegt, wobei eines unbefruchtet war. Die Jungen sind zwischen dem 31.07. und 04.08.2005 geschlüpft. Sie hatten ein Gewicht zwischen 21 und 23 gramm, ( ein Ausnahmetier war 16 g ) und eine länge zwischen 31 und 36 cm. ( ein Tier war 37 cm ) Die Geschlechtsverteilung war 8,4 Giftwirkung und SymptomeLokale Gifteffekte
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