Naja nubiae

Nubische Speikobra (Wüster & Broadley 2003)


Naja nubia wurde erst im Jahr 2003 als eigene Art bestimmt. Sie gleicht Naja mossambique und Naja pallida sehr. Was jedoch sehr typisch für Naja nubia ist, sie hat einen dicken kurzen Strich unter jedem Auge, welcher senkrecht bis zum Mund verläuft. Von weitem sieht es wie eine Träne aus. Leider gibt es aber auch Naja pallida's die so eine Träne besitzen können. Der Kopf ist nicht so Wuchtig wie bei mossambique.
Naja nubia hat 2 Halsbänder gegenüber Naja pallida, die in der regel nur ein Halsband besitzt.

Schuppenzahlen nach Jean- Philippe Chippaux, Les serpents d'Afrique occidentale et centrale, 2006

7 supralabialia, selten 6 oder 8 (Oberlippenschilder) 
7 bis 10 infralabialia, in der Regel 8 oder 9 (unterlippenschilder)
23 bis 27 Dorsalia, meist 23 (Schuppenanzahl um die Körpermitte)
207 bis 226 Ventralia (Bauchschuppen) Männchen um die 221, weibchen um die 209
56 bis 69 subcaudalia (Schwanzschuppen)

Länge: meist um 100cm, selten bis 140cm.


Lebensraum

Die nubische Speikobra kommt in Ägypten, Eritrea, Sudan, Chad und Niger vor. Terra Typica: Kom Ombo, Nubie, Agypten. (The Reptile Database)

Der Lebensraum dieser Speikobra ist vorwiegend trocken. Jedoch werden auch gerne halbfeuchte Habitate genuzt. In Ägypten lebt sie unter anderem an den ufern des Lake Nasser und in Oberägypten und dem nördlichen Sudan am Nil. (Mitteilung P. Zürcher,2009)  
Sie ist weitgehend bodenbewohnend und nachtaktiv, klettert jedoch auch gerne und sonnt sich auch mal auf Plattformen.


Haltung und Zucht


Im September 2007 konnten wir 2 Deutsche Nachzuchten Erwerben. Die zwei Jungschlangen werden einzeln in Boxen aufgezogen. Der Bodengrund besteht aus Torfersatz. Als Versteck befindet sich ein Unterschlupf in Form einer halben Kunststoffröhre. Ein Wasserbecken aus Ton vervollständigt die Box. Mittlerweilen sind sie in Glasterrarien mit Klettermöglichkeiten, die sie jedoch noch selten benützen. Auch bei trockener Haltung häuten sie sich sehr gut, konnten wir feststellen.

Zum fressen werden frischgeborene Mäuse angeboten, welche immer sehr schnell gefressen werden.

Vor der Häutung wird meist zusätzlich der Bodengrund mit handwarmem Wasser besprüht um die Feuchtigkeit zu erhöhen. Die Temperaturen sind Tagsüber zwischen 28- und 30° C die in der Nacht auf ca. 22- bis 24° C fallen. In den Wintermonaten sind die Höchstwerte noch bei ca. 26- bis 28° C und die Tiefstwerte bei ca. 18° C.

Mittlerweilen sind die nubia's schon 2 jährig und noch immer sehr Ruhig im Wesen. Bis heute hat mich noch keine der nubia's angespuckt. Bei Störung flüchten sie in den nächsten Unterschlupf die mttlerweilen aus Korkrinden bestehen. Sind sie einmal auf dem Haken so bleiben sie meist auch Ruhig drauf liegen.
Keine 2 Monate sind nach dem letzten Satz vergangen, schon wollte mich ein Tier anspucken. Bei den letzten 3 Fütterungen wurde beim öffnen des Terrariums sofort nach mir gespuckt. Zum Glück ziehe ich immer einen Helm mit Gesichtsschutz an.


https://youtu.be/qxrlbyOknBQ

Giftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:

Lokale Gifteffekte

  • Lokale Schmerzen und Schwellung, eventuell bis auf den Körperstamm ausgedehnt
  • Schmerzhafte Schwellung regionaler Lymphknoten
  • Nekrosen, die Subkutangewebe und Muskulatur mit einbeziehen können


Hypovolämischer Schock

  • Naja nubia kann ihr Gift auch bis zu 3 m weit Speien.
  • Da sie immer auf den Kopf zielen, kann es auch mal ins Auge gehen.
  • Die Augen müssen sofort mit Wasser, noch besser mit Milch ausgewaschen werden damit keine bleibenden Schäden entstehen. Wer kein Risiko eingehen will, geht anschließend ins Spital um eine Augenspülung durchführen zu lassen, oder noch besser, lege immer eine Schutzbrille oder Schutzhelm an.


Kornealäsionen:
Lokales Antibiotika (Tetracyclin, Chloramphenicol) zur Prävention sekundärer Infektionen und Abdeckung.

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