| Gonyosoma jansenii |
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Celebes- Schwarzschwanznatter (BLEEKER 1858)
Nicht mehr in unserem Bestand
Sie besitzt 1 Prä- und 2 Postokularschilde sowie ein kleines Lorealschild. 9 bis 10 Supraokularschilde, wovon meist das 5 bis 7 an den unteren Augenrand grenzt. Die Anzahl der Infralabialschilde sind zwischen 11 und 13. Weiter besitzt sie 23 bis 25 glatte Dorsalschuppen in schräher Reihe der Körpermitte, 245 bis 257 Ventralia und 130 bis 140 Subkaudalia. Der Analschild ist geteilt.
LebensraumDie Celebes-Schwarzschwanznatter war lange Zeit nur von der indonesischen Insel Sulawesi (Celebes) bekannt. Vor wenigen Jahren kamen schließlich erstmals Tiere in den Handel, die nicht von Sulawesi selbst, sondern von der Vorgelagerten Insel Salayar stammten. Diese Population ist insofern interessant, als alle bisher bekannt gewordenen Exemplare fast einfarbig schwarz sind. Die meisten Fundmeldungen aus Sulawesi stammen aus dem Norden und dem zentralen Teil der Insel. Es liegen derzeit noch immer sehr wenige Informationen über die Ökologie von G. jansenii vor. Wie die grauen Farbmorphe von Gonyosoma oxycephalum, führt sie eine semi-terrestrische Lebensweise im tropischen Regenwald, das heißt, dass sie überwiegend am Boden aber auch zeitweilig auf Sträuchern und Bäumen anzutreffen ist. Über das Beutespektrum von Celebes-Schwarzschwanznattern in der Natur ist wenig bekannt. Magenuntersuchungen gaben aber Hinweise darauf, dass sie sich von Kleinsäugern und Vögeln ernährt.
Haltung und ZuchtGonyosoma jansenii wurde bisher kaum in Terrarien gepflegt. Bedingt durch den gleichen Lebensraum entspricht die Haltung weitgehend der von Gonyosoma oxycephalum. Allerdings sind Celebes-Schwarzschwanznattern sehr scheue und stressempfindliche Geschöpfe wohingegen ich Spitzkopfnattern nur als sehr aufmerksam und neugierig bezeichnen kann. Daher sollte das Terrarium viele Versteckmöglichkeiten bieten und nicht zu einsichtig gestaltet werden. Andreas Gumprecht, der diese Art lange gehalten hat, empfiehlt sogar das Terrarium komplett abzudecken um jeglichen Stress zu vermeiden. Über die erfolgreiche Nachzucht beschreibt Gumprecht das sich ein Paarungsverhalten nur nach einer zeitweiligen Trennung zeigte. Ähnlich wie bei der Spitzkopfnatter legen Schwarzschwanznattern 5 - 8 längliche Eier mit einer ungewöhnlich festen Eischale ab. Gumprecht konnte dabei ein Brutpflegendes Verhalten der Schlangen beobachten. Die Eier werden bei einer Temperatur von 27°-29°C und einer Luftfeuchtigkeit von 100% ausgebrütet. Die Jungtiere schlüpfen nach ca. 120 bis 130 Tagen. Die Schlüpflinge sind etwa 40 - 50cm gross und grün. Die Umfärbung beginnt erst nach einigen Monaten. Die Jungen sollte man bei hoher Luftfeuchtigkeit und einzeln aufziehen. Als Futter bietet man ihnen nestjunge Mäuse an. |