| Bitis nasicornis |
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Bitis nasicornisNashornviper (Shaw, 1792)
Der zugespitzte flache Kopf besitzt 2 bis 3 Paar lange Nasalhörner vorne auf der Schnauze. Sie besitzt 15 bis 19 Oberlippenschilde, die von Auge durch 4 bis 5 Schuppenreihen getrennt sind. Von den 19 bis 20 Unterlippenschilde stehen die ersten 4 bis 6 mit dem vorderen Kinnschild in Kontakt. Die stark gekielten Schuppen umgeben die Körpermitte in 35 bis 41 Reihen. Die Anzahl der Bauchschilde beträgt 117 bis 137, die der Schwanzschilde 16 bis 32. Das Afterschild ist ungeteilt. Länge: 90 bis 140 cm
LebensraumDie Nashornviper ist weit verbreitet, jedoch führt sie ein sehr verstecktes Leben. Sie kommt im südlichen Sudan, Kenia, Uganda, Ruanda, Kongo und tropischem Westafrika vor. Unsere Tiere sind Nachzuchten aus dem Zoo in Kenia. Die vorwiegend nachtaktive Nashornviper bevorzugt die feuchtwarmen Tropenwälder. Anscheinend soll sie meist auf feuchtem Untergrund leben, was ich jedoch nicht so recht Glauben kann. Tatsache ist, dass die Jungtiere sicher feuchtere Orte bevorzugen und auch brauchen, als die Adulten Tiere. Wenn möglich sollten sie auch nicht zu heiss bekommen, besonders bei feuchter Haltung. Im tropischen Dschungel ist die Temperatur recht konstant. Sie Klettern gerne und sind auch sehr gute Schwimmer. Unsere Tiere liegen meist an ein und der selben Stelle auf dem Boden oder in der Höhe auf einem Tablar. Haltung und ZuchtBitis nasicornis braucht ein mittelgrosses Terrarium wenn möglich mit einer Klettermöglichkeit. Ein grösseres Terrarium ist immer von Vorteil um mit der Temperatur spielen zu können. Der Bodengrund besteht aus Torfersatz, verziert mit einer Laubschicht. Korkrinden, Klettermöglichkeiten auf ein Tablar mit Spotbeleuchtung, eine Wurzel oder ein paar Steine und natürlich ein grösseres, jedoch nicht tiefes Wasserbecken dürfen nicht fehlen. Wir halten einen Teil des Terrariums etwas feuchter und der andere Teil sehr trocken. Auch bei dieser Art habe ich noch nie ein Tier baden gesehen. Wer Züchten möchte hat einen Vorteil, wenn die Tiere einzeln gehalten werden und nur zum Paaren im Frühling zusammen lässt. Die Beleuchtung sollte nicht zu hell sein, da die nasicornis sich lieber in dunkleren Lebensräumen aufhalten. Die Jungtiere sollte man einzeln aufziehen, da sie sicher heikler sind. Die Temperaturen sollten nicht über 26° C sein und die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig. Auch der Boden darf zur hälfte etwas feuchter sein. Gute Versteckmöglichkeiten sollten nicht fehlen. Alle 7 bis 10 Tage sollte man die Babys bis zu einem Alter von 2 Jahren in knapp handwarmem Wasser Baden, damit sie trinken. Babys gehen nicht aus einem wasserbecken trinken sondern nur wenn man sie Badet oder wenn man Sprüht. Doch um den Durst nur mit Sprühen zu stillen bekommt man jedesmal einen Sumpf was auf dauer bestimmt nicht gut kommt. Nach der Paarung im Frühling dauert es bis zu einem Jahr, bis die lebenden Jungtiere zur Welt kommen. Die erste Häutung findet unmittelbar statt. Bitis nasicornis kann über 40 Junge gebären. Im Gegensatz zu vielen anderen Meinungen finden wir nicht, dass Bitis gabonica oder Bitis nasicornis zu den heiklen oder nervösen Schlangen zählen. Wenn sie mal ein wenig lauter Schnaufen so sagen sie nur: hey, komm mir nicht zu Nahe, ich bin hier. Es sind typische Lauerjäger die tagelang an einem Ort liegen, sich auf ihre Tarnung verlassen und auf Futter warten, welches irgendwann vor ihrer Schnauze vorbei läuft. Einmal in der Reichweite gibt es kein Entrinnen mehr. Sie stossen Blitzschnell und mit grosser Wucht zu. Das Opfer wird richtig festgehalten. Das Hantieren mit Nashornvipern erfolgt am besten mit 2 Haken. Adulte Tiere kann man auch vorne mit einem Haken führen und hinten mit der Hand halten (Taillen). Doch sicher ist das die gefährlichere Variante. Man muss beachten dass der Kopf immer weiter unten ist als der Körper. Giftwirkung und SymptomeGiftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können: Leider habe ich nichts gefunden, ausser folgendes: Das Gift soll kardiotoxisch sein. Rhytmusstörungen + neg. inotrop), thrombozytenaggregationshemmend, koagulierend. Ich denke, dass man das Gift sicher mit dem Gift von Bitis gabonica vergleichen kann oder sollte, um auf alles vorbereitet zu sein. Deshalb liste ich das hier nochmals auf. Autopharmakologische Gifteffekte
Lokale Gifteffekte
Hämostatische Gifteffekte Systemische Blutungen (Hämatemesis, Hämaturie). Intrakranielle Blutung, fokale neurologische Ausfallserscheinungen, Koma, Meningismus.
Neurologische Gifteffekte
Kardiale Gifteffekte
Morbidität Lokale Gewebsnekrosen kommen vor und können so gravierend sein, dass es zu Substanzdefekten kommt oder eine Amputation erforderlich wird.
Therapie
Antivenin
Wirksamkeit des Antivenins Bezüglich des Hämostasedefekts:
Koagulationsdefekt (Labor):
Thrombopenie: Normalisierung innerhalb von Stunden nach Antiveningabe.
Erste Hilfe
Ich vertrete die Meinung, dass das Schneiden Sache des Arztes ist und bin deshalb auch gegen das Auf- oder Anschneiden der Bissstelle und Entlastungsschnitte.
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