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Bitis arietans arietans PDF Drucken E-Mail

Bitis arietans arietans

Puffotter (Merrem, 1820)


Nicht mehr in unserem Bestand

Die Puffotter hat einen flachen, breiten und rundlichen Kopf, der sich deutlich von Hals absetzt. Sie besitzt zwischen 12 und 16 Oberlippenschilde und 14 bis 19 Unterlippenschilde. Die stark gekielten Schuppen umgeben die Körpermitte in 29 bis 41 Reihen. Sie hat zwischen 124 und 147 Bauchschilde und zwischen 15 und 39 Schwanzschilde. Ich besitze 1.1 aus Südafrika. Sie bleiben erheblich kleiner und haben einen sehr hohen gelb Anteil in ihrer Färbung. Dann besitze ich noch 1.1 aus Tansania, die sehr hell bis weiss sind und eine unregelmässige rot- braun- gelbe Musterung in Fleckenform besitzen.

Länge: bis zu 180 cm

 

Lebensraum

In Südafrika bewohnt sie die Savannen, Steppen, lichten Wälder. In sehr trockenen und aber auch feuchteren Gebiete mit einen höheren Niederschlagsmenge.

In Tansania bewohnt sie vorwiegend Steppengebiete. Der Untergrund besteht aus Felsen, Steinen und einem trockenen und harten Lehmboden der nur vereinzelt Grasflächen aufweist.

Das Futter besteht vorwiegend aus Nagetieren wie Mäusen und Ratten. Sie verschmäht jedoch auch Vögel, Echsen und Kröten nicht.
Obwohl sie weitgehend Bodenbewohnend ist, findet man sie auch auf Platos und Anhöhen. Sie ist Nachtaktiv.

 

Haltung und Zucht

Die Puffotter braucht ein grösseres Terrarium mit Versteckmöglichkeiten aus Steinen und Korkrinden. Ich habe eine Hälfte des Bodens mit Sand, und die andere Hälfte mit Torfersatz eingerichtet. So kann ich auch mal zwischendurch einen Teil feuchter halten. Ein Wasserbecken ist selbstverständlich. Da die Tiere sehr Massig werden, sollte man die Einrichtung wie auch Tablare gut verankern und befestigen.

Die Tagestemperaturen sind zwischen 26 und 32°, die in der Nacht teilweise unter 20° C sinken. Meine Tiere bekommen von November bis Dezember eine Winterruhe bei ca. 18° C. Die Jungtiere, die Lebend zur Welt kommen, fressen nach der ersten Häutung meist problemlos leicht behaarte Mäuse. Die Jungtiere halte ich einzeln in Boxen und sehr trocken. Die Häutung erfolgt immer an einem Stück. Bitis arietans können bis über 80 Junge gebären, die nach einer Entwicklungsdauer im Mutterleib von 130 bis 140 Tagen zur Welt kommen. Jungschlangen sind nicht immer einfach zu Händeln. Durch ihre spezielle Fortbewegungsart bleiben sie sehr schlecht auf dem Haken. Jungtiere bewegen sich oft so wie Seitenwinder. Adulte Tiere wiederum bewegen sich meist Raupenartig vorwärts. Durch ihre Masse und Gewicht handiert man Adulte Bitis arietans am besten mit 2 Haken. Vorsicht, es müssen wirklich stabile Haken sein die nicht einfach brechen oder sich verbiegen.

Bitis arietans gehört zu den Schlangen die sich bei Bedrohung zuerst zurückziehen. Der Kopf wird zurückgezogen, leicht schräg und nach unten gelegt. Es ist sehr selten das sie einfach vorschnellen und zubeissen. Trotzdem ist natürlich äusserste Vorsicht im Umgang geboten. Durch die grosse Menge an Gift welche bei einem Biss abgegeben werden kann sind die Vergiftungen bei einem Vollbiss enorm stark und Lebensbedrohlich.

Gefüttert werden sie mit frisch getöteten Ratten, die wir mit einer langen Zange geben. Hält man mehr als ein Tier im Terrarium kann man sie durchaus trotzdem im Terrarium Füttern. Man trennt sie einfach vorher und hält eine art Schild bereit um den Raum abzugrenzen. Beisst eine Puffotter in die dargebotene Ratte oder Maus so wird sie meist nicht mehr losgelassen, ausser sie ist viel zu gross.

Giftwirkung und Symptome

Giftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:

Autopharmakologische Gifteffekte

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Arterielle Hypotension unter anderem durch erhöhte Gefässpermeabilität und Vasodilitation verursacht.
  • Hypovolämischer Schock

 

Lokale Gifteffekte

  • Lokale Schwellung und starke Schmerzen
  • Nekrose, lokale Blasenbildung
  • Ekchymosis, Thrombose

 

Hämostatische Gifteffekte

  • Spontane systemische Blutung, Gingivablutung
  • Epistaxis, Tage nach Bissunfall

 

Kardiale Gifteffekte

  • Hypotension, Bradykardie

 

Renale Gifteffekte

  • Akutes Nierenversagen

 

Erste Hilfe

  • Notarzt- Krankenwagen anrufen und Ruhe bewahren
  • Eventuell mit Saugglocke versuchen Gift abzusaugen
  • Kein Aufschneiden an der Bissstelle oder sonst wo
  • Keine Kompressionsbinde anlegen
  • Schocklagerung durchführen

 

Antivenin

  • SAIMR, Polyvalent Antivenom, Süd Afrika

 

Wirksamkeit des Antivenins

Siehe auch Angaben des Herstellers

Bei frühzeitiger Gabe besteht eine grosse Chance, keine Nekrosen zu bekommen.

Das Antivenin ist auch bezüglich Hypotension und Bradykardie wirksam, wenn das intravasale Volumen gleichzeitig wieder hergestellt wurde.

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www.snakeparadise.ch